Bitte nicht ‚ausstopfen‘ sagen!

31 Jul 2025 Redaktion geändert 31 Oct 2025 1 min Lesezeit Wissen & Hintergrund
Featured image

Viele Besucher fragen beim ersten Kontakt: „Sie stopfen Tiere aus, oder?“ – und meinen es nicht böse. Aber Fachleute zucken bei diesem Begriff oft innerlich zusammen. Warum eigentlich?

Warum wir Tierpräparation sagen – und nicht Ausstopfen

Viele Besucher fragen beim ersten Kontakt: „Sie stopfen Tiere aus, oder?“ – und meinen es nicht böse. Aber Fachleute zucken bei diesem Begriff oft innerlich zusammen. Warum eigentlich?


Der Begriff ist schlicht falsch.

„Ausstopfen“ stammt aus einer Zeit, als man Tiere tatsächlich mit Stroh oder Wolle füllte – ohne Rücksicht auf Haltung, Ausdruck oder Artkenntnis. Das Ergebnis waren starre, leblos wirkende Figuren.

Moderne Tierpräparation ist etwas völlig anderes:
Heute wird die Haut über individuell geformte Körpermodelle (sog. Mannequins) gezogen, die exakt zur Anatomie und Pose des Tieres passen. Präparator:innen arbeiten wie Bildhauer – mit Blick für Muskelverlauf, Haltung und Ausdruck.


Fazit:

„Ausstopfen“ war einmal.
Heute sprechen wir von Präparation – und meinen damit ein Kunsthandwerk, das Biologie, Gestaltung und Handarbeit vereint.